75 Jahre Eiger Nordwand

75 Jahre Eiger Nordwand

Vor 75 Jahren wurde die Eigernordwand erstmals bezwungen. eine Gruppe aus Kletterern – die sich als erste an der Wand selbst zusammengeschlossen hatte – konnte diese Leistung erbringen. In der heutigen Zeit ist dies immer noch eine große Leistung – doch die Ansprüche haben sich verändert: So geht es heutzutage nicht mehr darum, “die Wand zu bezwingen”, sondern es geht darum, “wie” man sie bezwingt. Bergsteiger wie Roger Schäli (auf dem Bild der dritte von Links) setzen dabei darauf, die Wand über besonders anspruchsvolle Routen, wie etwa die Diritissima zu bezwingen. Andere wiederum möchten die Wand besonders schnell erklimmen. So war bis vor wenigen Jahren Ueli Steck (der erste von Links) der Rekordhalter beim schnellsten Durchstieg der Wand. In weniger als drei Stunden hatte er es damals geschafft, die Wand zu durchsteigen und auch gesund wieder runter zu kommen. Abgelöst wurde sein Rekord von Dani Arnold (der vierte von Links), der es in 2 Stunden und 38 Minuten “durch die Wand” geschafft hat.

Ueli Steck, Stephan Siegrist, Roger Schäli, Dani Arnold

 

 

Stephan Siegrist

Ein weiterer Rekordhalter im Bezug auf die Eigernordwand ist Stephan Siegrist. Der Profibergsteiger, der die Wand fast schon dreißig Mal bezwungen hat, darf sich als ein Bergsteiger bezeichnen, der dort nicht nur einen Rekord, sondern gar mehere aufgestellt bzw. gebrochen hat (woran Ueli Steck übrigens nicht immer ganz unbeteiligt war). So hat Stephan Siegrist an der Eigernordwand mehr als nur einer neue Route eröffnet und zudem es zudem auch geschafft, die Wand die Eigernordwand in der original Ausrüstung der Erstbesteiger zu durchklettern.
Bhend-SteigeisenEin weiterer Rekord, den Stephan Siegrist (zusammen mit Ueli Stek) gebrochen hat, ist der der schnellsten Seilschaft. So waren sie mit nur neun Stunden schneller als zuvor der weltberühmte olde Alpinist Reinhold Messner (mit Peter Habeler). Zudem hat Siegrist ein Paar neue Routen am “Eigernorthface” eröffnet, die auch gekonnten Bergsteigern ein bisschen was abverlangen dürfte.

Die Eigernordwand – Arena der Rekordjäger

Wie man sieht, ist die Eigernordwand bei Grindelwald mittlerweile nicht mehr dieses ungezähmte Ungeheuer, mit dem man es zuweilen aus der mythologischen Namensgebung her gleichsetzt. Nichtsdestotrotz versuchen sich auch heute noch die besten und jüngsten Bergsteiger an der Eigernordwand, wenn es darum geht, Aufmerksamkeit zu erlangen. Wer glaubt, dass dies nur Ungefähr kommt, irrt! Die Eigernordwand ist auch heute noch eine der mit interessantesten Herausforderungen, der sich ein Profi-Bergsteiger stellen kann. So kann man nur hoffen, dass der Mythos der “Mordwand” in Vergessenheit geraten wird und es künftig um die “Wand” geht, an der man sich sportlich erstmal beweisen muss.

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