75 J. Erstdurchstieg der Eigernordwand

Wie bereits angekündigt, veranstaltet Grindelwald Tourismus zum 75. Jubiläum vom Erstdurchstieg der Eigernordwand einen Medienanlass. Zahlreiche Journalisten aus den verschiedensten Ländern sind hier am Eiger, um mehr über die Eigernordwand und Grindelwald zu erfahren. Der Medienanlass begann am 11. Juli mit einer kleinen Führung durch das Dorf Grindelwald, die beim Eispickel-Schmied Ruedi Bhend endete. Die Pickel aus seiner Schmiede haben Kultstatus und wurden unter anderem bei der Erstbesteigung des Everests verwendet oder auch bei der ersten schweizer Expedition auf den Everest.

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Jungfraujoch und Geltscherwanderung

Eines er bisherigen Highlights der Medienreise zum Eiger war eine Gletscherwanderung, die wir gestern machten. So gingen wir nach einer Besichtigung des Jungfraujochs durch einen Stollen im Jungfraujoch auf mehr als 3400 Metern Höhe hinaus auf den Gletschfirn des Aletschgletscher. Dort wurden wir in zwei Gruppen aufgeteilt und von erfahrenen Bergführern angeseilt. Anschließend ging es etwa 100 Höhenmeter an der Westseite des Mönchs nach oben. Die Aussicht war grandios und der Wettergott war auf unserer Seite. Da es schon später Nachmittag war, war der Abstieg ein wenig beschwerlich, da man permanent einsank. Trotzdem war es eine sehr schöne Gletscherwanderung.

v.l. Marc Ziegler (Rettungsspezialist) Ueli STeck, Stephan Siegrist, Stefan Regez, Roger Schäli, Dani Arnold, Johan Kaufmann (Bergführer)

Talkrunde im Eiger-Camp

Heute stand ein weiteres Highlight auf dem Plan: So begaben wir uns zum Eiger-Camp auf 2200 Metern Höhe, das direkt unter dem Eigernorthface liegt. Von dort aus ging es dann rüber zu der Wiese, von wo aus die Erstbesteiger der Eigernordwand einst  gestartet sind, um eine Talkrunde der momentan besten Bergsteiger der Schweiz zu verfolgen. Ueli Steck, Stephan Siegrist, Roger Schäli und Dani Arnold sowie der Rettungsspezialist Marc Ziegler und der Bergführer Johann Kaufmann standen den Fragen des Moderators Stefan Regez sowie der Journalisten Rede und Antwort. So sagte etwa Stephan Siegrist, dass der Reiz der Eigernordwand unter anderem darin liege, dass man sich dort in einer vollkommen anderen Welt befinde. So könne man in ihr einerseits das Leuten der Kuhglocken hören und andererseits befinde man sich in einer absolut rauhen und hochgefährlichen Umgebung. Gefragt, worin denn der Reiz des Kletterns liege und warum sich Menschen solche Strapazen antun antwortete Dani Arnold, dass es eine große Befriedigung darstelle, wenn man eine schwere Tour überstanden habe und wieder unten ankomme. Am Gipfel selbst seine die Emotionen dabei noch gar nicht so groß, aber wenn man zurückkomme und begreife, was für eine Leistung man erbracht habe, dann denke man immer weider gerne an diese Erlebnisse zurück.

Im Eiger-Camp an der Nordwand

Nach der Talkrunde haben sich alle wieder in’s Camp begeben, um zu essen. Um sechs wird dann eine Gruppe unter der Leitung von Bergführern den Rotstock Klettersteig hochklettern, um auf etwa 2600 Metern Höhe zu biwakieren. Der Rest der Gruppe wird im Eiger-Camp kampieren. Ich selbst werde im Camp bleiben und bin schon sehr gespannt auf die Nacht und darauf, ob die Sommer-Schlafsäcke, die wir von Mammut bekommen haben auch wirklich warm halten werden. Morgen gibt es dann eine Demonstration der Rettungsspezialisten, bei der jemand vom Eiger geborgen werden wird. Anschließend werde ich über den Eiger-Trail nach Alpiglen wandern und mich dann auf den Nachhauseweg begeben. Mehr dazu in Kürze.

 

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