Zugspitze: Wanderrouten, Klettersteige & mehr

Zugspitze: Wanderrouten, Klettersteige & mehr

Die Zugspitze, die im Jahr 1820 zum ersten Mal bestiegen wurde, ist ein El Dorado für Bergsteiger. Der höchste Berg Deutschlands liegt 2.962 Meter über dem Meeresspiegel und lockt mit anspruchsvollen Kletterpassagen. Dafür sollte aber genügend Zeit mitgebracht werden. Die Aufstiegsmöglichkeiten nehmen etwa einen Tag in Anspruch. Dann werden die Bergsteiger mit fordernden Klettersteigen und einem einzigartigen Ausblick auf die malerischen Alpen belohnt. Auf dieser Seite erfährst Du mehr über die Zugspitze und Ihre Aufstiegsmöglichkeiten.

Zugspitze: Wanderrouten & Klettersteige

Die Reintal Route ist die längste Wanderroute, die zur Zugspitze führt.

Sie beginnt, wie der Name schon sagt, im Reintal und führt zu beginn durch die Parnachklamm. Schließlich gelangt man auf eine Forststraße und gelangt so in’s Innere des Wettersteingebirges. Von jetzt an ist man von hohen Felswänden umringt und wandert am Talboden entlang.

Die Reintal Route: Wander-Highlight für Ausdauernde

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Die Reintal-Route ist eine sehr schöne und beliebte Wanderroute, doch sie auch sehr lang,weshalb es sich anbietet, auf dem Weg zur Zugspitze in der Reintalangerhütte zu nächtigen. Wenn man die Route so auf zwei Tage aufteilt, hat man ein sehr schönes Wandererlebnis mit vielen Highlights.

Am zweiten Tag der Reintal Route hat man 1.600 Meter Höhenmeter zu bewältigen (zum Vergleich: an Tag eins sind es gerade mal 600 Höhenmeter). Die Vegetation auf der Reintal Route wird im Laufe der Zeit immer felsiger bis man schließlich über die Hochfläche des Zugspitzplatts noch weiter bergauf kommt. Der Zugspitzgipfel rückt dann bald in Sichtweite des Wanderers. vom Schneeferner aus geht es dann weiter rauf zum Gipfel, was aufgrund des losen Untergrundes ein schweres Unterfangen ist. Sobald der Untergrund felsiger wird, fällt einem das Wandern auf der Reintal Route wieder leichter und man gelangt zum Gipfel des Berges, wo man mit einer grandiosen Aussicht belohnt wird.

Wie bereits erwähnt, erfordert die Reintal-Route ein gewisses Maß an Kondition. Zudem ist natürlich Trittsicherheit gefordert. Für geübte Wanderer ist die Reintal-Route jedoch kein Problem.

Reintal-Route Eckdaten

  • Ausgangspunkt: Garmisch-Partenkirchen
  • Distanz: circa 21 Kilometer
  • Dauer: etwa 10 Stunden
  • Höhenmeter: 2.491

Mittlerweile ist auch die Höllentalangerhütte, die man auf dem Weg zum Gipfel der Zugspitze passiert, wieder in Betrieb und lädt zur gemütlichen Einkehr ein auf dem Weg durch das Zugspitz-Höllental. Sie wurde 2013 abgerissen und anschließend wieder aufgebaut, da sie beispielsweise den Anforderungen an den Brandschutz nicht mehr stand hielt. Es ist auch möglich, dort zu übernachten, um auch Mehrtageswanderungen unternehmen zu können. Die Route ist relativ lang und wird als „schwierig“ ausgewiesen.

Trittsicherheit und Schwindelfreiheit sind somit auch auf dieser Wanderroute zur Zugspitze gefragt. Zudem benötigt man eine vernünftige Ausrüstung für Firnfelder und  auch ein Klettersteigset. Der Anstieg dauert etwa fünf bis sechs Stunden und es sind knapp 1.600 Höhenmeter zu bewältigen.

Zugspitze Höllental: Tourenbeschreibung

Die Zugspitze Höllental ist mit eine der schönsten Wanderrouten auf den höchsten Berg Deutschlands. Es ist eine abwechslungsreiche Route, die auch über einzelne Klettersteig-Passagen verfügt. Diese führen durch schroffe Wände in Richtung Gipfel. Der geübte Klettersteig-Geher wird seine wahre Freude daran haben.

Zuletzt aktualisiert am 23. August 2019 um 2:24 .*Werbung/Affiliate Links. Alle Angaben ohne Gewähr.

Die Tour beginnt in Hammersbach, wo es Parkmöglichkeiten gibt. Man kommt aber auch mit den öffentlichen Verkehrsmitteln leicht dorthin. Einfach den Zug nach Garmisch nehmen und dann mit dem Bus weiterfahren nach Zugspitze Höllental.

Dann geht es rauf zur Höllentalklamm. Hier sollte man regenfeste Klamotten dabei haben oder sich an der Eingangshütte zur Zugspitze Höllental mit einem Regenponcho ausrüsten. Denn der Weg durch die Höllentalklamm wird nass. Du kannst jedoch versichert sein, dass die Eindrücke dort atemberaubend sind. Durch Tunnel und Brücken geht es durch die Klamm und bekommt jede Menge hervorragender Motive fürs Fotoalbum.

Ist man schließlich an der Höllentalangerhütte angekommen und hat sich gekräftigt, geht es weiter zur Zugspitze. Der Einstieg erfolgt über das „Brett“ und hier ist nun wirklich Trittsicherheit gefragt. Ist man schließlich am Höllentalferner angelangt, geht es über den Gletscher zur Randkluft (Steigeisen nicht vergessen).Von hier aus kommt man zum Klettersteig Zugspitze Höllental und muss nur noch den Markierungen folgen.

Der Jubiläumsgrat ist eine der schönsten Gratüberschreitungen der Ostalpen. Zwar ist dies kein reiner Klettersteig und die Überschreitung ist auch einigermaßen anspruchsvoll, doch die Eindrücke, die sich dem Bergsteiger bei dieser Tour zeigen, sind atemberaubend. Die Gratüberschreitung ist insgesamt mehr als fünf Kilometer lang und zieht sich von der Alpspitze bis hin zum Gipfel der Zugspitze. Die Route hat es in sich und ist nichts für Ungeübte Wanderer. Es besteht jedoch die Möglichkeit, auf der Biwakschachtel zu übernachten, wodurch man dann mehr Zeit hat, um den Jubiläumsgrat so richtig genießen zu können. Eine solche Begehung sollte natürlich immer geplant sein und nicht spontan aus dem Bauch heraus angetreten werden. Also immer erst den Wetterbericht checken und beim Packen den Kopf einschalten. 

Jubiläumsgrat: Routenbeschreibung

Zu Beginn der Gratüberschreitung geht es über den Klettersteig Alpsitz Ferrata auf 2628 Meter Höhe (Helm nicht vergessen und auf „Stau“ einstellen – der Alpsitz Ferrata ist sehr beliebt, da kann es schon mal ein wenig „voll“ werden). Dann kommt man über leichte Kletterei und kürzere Gehpassagen zur Grieskar-Scharte. Bis zur Biwakschachtel wird der Jubiläumsgrat ein wenig anspruchsvoller. Dafür ist die Route, auf der sich freie Kletterei und Drahtseilpassagen abwechseln, gut versichert. Der geübte „Klettersteigler“ wird hier keine Schwierigkeiten haben.

Im Anschluss daran, kommt der schwierigste Teil des Jubiläumsgrats, die sogenannte „glatte Rinne“, welche auf der Kletterskala mit dem Schwierigkeitsgrad drei bewertet ist. Hat man diesen Teil hinter sich, wird der Jubiläumsgrat wieder einfacher und man erreicht schon bald die Zugspitze, wo man das Alpenpanorama genießen kann.

Wie schon erwähnt, ist der Jubiläumsgrat eine der anspruchsvolleren Routen auf die Zugspitze. Man sollte schon ein geübter Bergsteiger sein und ein gewisses Maß an Erfahrung mitbringen, wenn man den Jubiläumsgrat machen will. Zudem sind natürlich Trittsicherheit und Schwindelfreiheit gefragt. Hier noch ein YouTube-Video, in dem du dir ein paar eindrücke der Gratüberschreitung holen kannst.

Hier gibt’s noch eine übersichtliche Topo zum Download: bergsteigen.com

 

 

Auf die Zugspitze kommt man über verschiedene Wanderrouten beziehungsweise Klettersteige, unter anderem über den Stopselzieher. Dies ist ein Klettersteig, der das Wandererherz höher schlagen lässt. Zudem ist der Stopselzieher Klettersteig im Vergleich zum Höllental Klettersteig nicht ganz so lang und dementsprechend auch für Wanderer geeignet, die konditionell nicht so stark sind. Am Ende des Schneekars beginnen die Versicherungen des Stopselzieher Klettersteigs und führen über die Neustädter-Hütte.

Zuspitze Stopselzieher: Routenbeschreibung

Der Stopselzieher ist gut gesichert mit Klammern und Stahlseilen und führt zu Beginn über eine schräge, kaminartige rinne. Am Ende dieser Rinne angelangt geht es erst noch ein Stück weit über ein Plattenrampe. Dann geht es weiter an der Kammstation vorbei, wobei die Markierungen hier nicht mehr wirklich gut sind. Der Stopselzieher Klettersteig führt nun in eine Scharte, von wo aus es nach links über den Grat hinauf zum Gipfel der Zugspitze  geht.

Zugspitze Stopselzieher

Er lässt sich mit dem Höllental-Klettersteig kombinieren und eignet sich so für eine Überschreitung der Zugspitze. Dies kann dann aber gut und gerne 10 bis 14 Stunden dauern, weshalb man auf die Tageszeit achten sollte. Es kann auch im Sommer Schnee geben und dann sollte der Stopselzieher gemieden werden. Der reine Aufstieg dauert etwa 3,5 Stunden und man kann anschließend auch wieder mit der Seilbahn in’s Tal fahren. Trittsicherheit und Schwindelfreiheit sind hier gefordert, aber im Großen und Ganzen ist der Zugspitze Stopselzieher ein guter Klettersteig für Anfänger und weniger Geübte Wanderer.  

Zugspitze: Kletterroute

Eine noch nicht sehr alte Kletterroute auf die Zugspitze hat den Namen „Eisenzeit“ bekommen. Dies liegt daran, dass die Route auf Bergbauarbeiten aus der Vergangenheit zurückzuführen ist. Die Route ist ohne eine gute Ortskenntnis kaum zu finden. Die Route wurde von Bergführer Michael Gebhardt eingeführt bzw. wiederentdeckt. Der Zugang zur Eisenzeit Zugspitze findet über das „Tunnelfenster 4“ statt.

Einige Kletterstellen der Route Eisenzeit Zugspitze erreichen den IV. Schwierigkeitsgrad. Die Kletterei führt quer durch die Westwand der Zugspitze. An der Riffelwand gibt es dann eine Abseilstelle von wo aus der Schlussanstieg dem Höllentalsteig folgt. Auf der Route legt man etwa 1.200 Höhenmeter zurück.

Die Kletterroute zur Zugspitze ist nichts für Bergsteiger. Hier sind stattdessen schon Kletterkenntnisse gefragt. Aufgrund der schwierigen Routenfindung ist man gut damit beraten, die Route mit einem Bergführer zu machen. Wenn du die neue Zugspitzroute-Route schon gemacht oder es noch vor hast, dann schick uns doch ein paar Bilder und einen Tour-Bericht davon. Wir freuen uns über Deinen Beitrag.

Alle Möglichkeiten, mit denen die Zugspitze bestiegen werden kann, bieten ein beeindruckendes Naturerlebnis. Daher sollten sich Wanderer die Zugspitze nicht entgehen lassen. Erfahrene Bergsteiger dürften am Klettersteig, der vom Höllental zum Gipfel der Zugspitze führt, am ehesten gefordert werden.

Zugspitze 360°

Zwei Bergsteiger aus Freiburg haben den Aufstieg auf den höchsten Gipfel Deutschlands digitalisiert. Ganz im Stil von Google Street View Sie sind dafür einige Male die Zugspitze rauf und runter, aber das Projekt kann isch sehen lassen. Das Projekt kann sich sehen lassen: Eine 360 Grad-tour auf den höchsten Berg Deutschlands gibt es schließlich nicht alle Tage zu begutachten.

Als Route wählten die Bergsteiger die Variante durch das Höllental, da diese so abwechslungsreich ist. Außerdem geben sie auf der Seite Tipps zum Aufstieg und last but not least das 360 Grad-Video.

Das Projekt ist erreichbar unter Zugspitze360°

Historisches zur Zugspitzbahn

Die Zugspitzbahn feierte 2016 ihr 90-Jähriges Jubiläum. Die Erschließung des Alpenraumes für Touristen nahm zu Beginn des 20. Jahrhunderts richtig Fahrt auf und natürlich spielte der höchste Berg Deutschlands dabei eine gewichtige Rolle. Es waren jedoch die Österreicher, die die erste Seilbahn hoch zur Zugspitze bauten.

Die Dauer der Beförderung belief sich seinerzeit noch auf etwa 15 Minuten, in denen die Wanderer von Ehrwald bis knapp unterhalb des Kamms der Zugspitze befördert wurden. Auf rund 2.800 Metern Höhe konnten die Bergsteiger dann die Aussicht genießen auf die umliegenden Alpen genießen. Die Zugspitzbahn wurde mittlerweile komplett renoviert und benötigt jetzt nur noch 10 Minuten, um die Ausflügler auf den Berg zu bringen. Dabei kann sie stündlich bis zu 730 Wanderer auf den Gipfel hochbringen.

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